Ja, der schmale Grad zwischen Leblos und Zeitlos wurde mal wieder zu Lasten der Zeitlosigkeit überschritten...
Es wurde alles eingebracht, was möglich ist, aber der Mensch und das Lebendige wurden vergessen.
Vorwandelemente werden eingesetzt, um eben keine Spülkastentechnik mehr zu sehen. Hier am WC ist aber genau das wieder der Fall. Dazu die sehr unpraktische Rollenhalterung. Neben und hinter sich nach dem Papier zu greifen ist immer eine Qual, und vor dem Nutzen der Bürste diese erst durch öffnen einer Klappe zu erreichen...
Am Waschplatz ist die Vorwand durchgezogen, aber ungenutzt. Der Nutzraum ist nur unterhalb des Waschtisches in der Backzone, oder daneben, in einem Schrank, der zumindest halb in die Vorwand hätte versenkt werden können, um nicht ganz so Aufgeklebt zu wirken.
Das gleiche gilt für einen Spiegelschrank. Beste erreichbare Höhe, völlig ungenutzt. Dafür aber ein Licht, das den Ansprüchen an die Nutzung eines Waschplatzes überhaupt nicht gerecht wird.
Zu allem Überfluss ist hier eine teure Dusche eingesetzt, und am Ende muss man sich wieder nach dem Shampoo bücken, oder die Saugnapf-Provisorien anhängen. Außerdem kann man das Wasser nicht aufdrehen, ohne gleich nass zu werden.
Und wahllos ist irgendwo eine Wanne in den großen Raum eingestellt, ohne die Möglichkeit, zumindest mal die Seife oder das Sektglas abstellen zu können.
Hier haben wir einen nichtssagenden, großen Raum, bei dem alles an der langen Wand entlang aufgereiht ist, die Dusche ist ins Eck geschoben und zu allem Überfluss sind die Fenster eher eines Kellers würdig.
Leblose Materialien in Oberflächen ohne Leben und Formen - das sind alles "damit kann man nichts falsch machen-Elemente" mit denen man eigentlich alles falsch machen kann.
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Wenn Sie schon zurück bei Variante 1 sind - was sprach denn gegen die Fortführung des ersten Entwurfes, außer der Show-Gedanke und der Wunsch nach Flexibilität, der eigentlich nur deshalb da ist, weil das Ergebnis nicht überzeugt?!
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Der erste Entwurf hatte eine "Eingangszone" aus WC und Möbel, dahinter öffnete sich das Bad mit freier Wanne und dem großzügigen Waschplatz neben der Dusche.
Zwar würde ich noch etwas nach Ideen für die Fensterwand suchen, doch der Ansatz spricht doch schon eine schöne Sprache?!
Dazu ein paar "Innenfenster" in einer Höhe, die zum Menschen passt in Form von Lichtnischen und Aufnahmen für Möbel, dann wird der Raum schon zu dem Ort, den Sie eigentlich fühlen wollen.
Nur ein Beispiel, wie mit Nischen und Öffnungen gespielt werden kann, um dem Raum Funktion, Gesicht und Leben zu geben.
Hier bezieht sich die Nische auf den Waschplatz, gibt ihm auf der Wand einen zugewiesenen Platz und dient als Lichtfenster und Stauraum.
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